Kornburg und Kornburger Geschichte

 

 

Die nachfolgende Kornburger Chronik wurde von meinem Freund, Herrn Wolfgang Dinkler, 3. Bürgermeister der Marktgemeinde Wendelstein, geschrieben. Sie ist der Festschrift des TSV Kornburg entnommen (siehe Hinweis am Ende der Chronik).

 

In ähnlicher Form findet sie sich auch in meinem Buch "Unser Kornburg", das 1985 erschienen ist.

Leider ist es inzwischen vergriffen, eine Neuauflage ist jedoch geplant.

 

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Das Wappen der ehemals selbständigen Marktgemeinde Kornburg

 

 

Die Kornburger Chronik

 

Weit zurück geht die Geschichte Kornburgs, bereits 1265 wurde Cunradus von Churnburg in einem Kaufbrief des Nürnberger Burggrafen erwähnt. 1347 bestätigte Kaiser Karl IV dem Heinrich von Kornburg den Lehenbesitz. Die Herren von Kornburg hatten den Kirchenschatz von Wendelstein, das Fischrecht in der Schwarzach sowie Wald und Berg des Kornberges inne.

Die Kurenberger führten als Wappen einen rot-gelben Schild mit einer Lilie, welche später Sebald Rieter in sein Wappen aufnahm. Das ratsfähige Geschlecht der Rieter übernahm nach den Kurenbergern und nach kurzen Besitz der Seckendorf im Jahre 1447 das Kornburger Schloss. Über 300 Jahre residierte die aus dem Königreich Zypern stammende Familie Rieter in Kornburg. Das bedeutungsvollste Bauwerk, das Kornburger Schloss, wurde um ca. 1270 erbaut. Die ursprüngliche Burg wurde nach dem 30-jährigen Krieg wieder aufgebaut und mit Barockelementen versehen. 1437 berichtete das Nürnberger Ratsbuch über Peter Rieter und später 1474 wurde der kaiserliche Briefadel verliehen. Paul Rieter stand als verdienter Losunger an der Spitze des Rates der freien Reichsstadt Nürnberg. Bei der Neuordnung der Finanzen drang er jedoch nicht durch und zog sich auf seinen Ruhesitz Kornburg zurück

Mit der Verleihung von Siegel und Wappen durch Markgraf Friedrich von Brandenburg am 19. April 1499, erhielt das Kornburger Gericht die größte Bedeutung für die Umliegenden Orte Kleinschwarzenlohe, Königshammer, Worzeldorf, Gaulnhofen, Pillenreuth und Weiherhaus. Bis zum Jahre 1797 bestand dieses Kornburger Gericht. Weit zurück geht die Geschichte Kornburgs als bedeutungsvolles Reichsdorf an der Venezianer Straße gelegen. Das Wappen zeigt im roten Feld drei braune Berge auf dem naheliegenden Kornberg, mit dem Worzeldorfer Berg, dem Glasersberg und dem Wendelsteiner Berg.

 

Das Kornburger Schloss

 

(Bild entnommen mit freundlicher Genehmigung aus der Homepage von Familie Keil aus Kornburg -

www.diekeils.de)

 

 

Aus jedem Berg sprießt eine Kornähre als Bestimmungswort des Ortsnamens. Auf dem höheren Berg steht die Kornburg, oben mit zwei Erkern gestaltet. Auf den Turmspitzen weht die schwarz-weiße Hohenzollern-Flagge. Als Nachfolger der Herren von Raab hatten die Zollern das Land inne. Bereits im burggräflichen Urbar um 1360 ist das Amt Kornburg erwähnt. Der Markt Kornburg führte nach Genehmigung des Bayer. Innenministeriums am 18. August 1926 das Gerichtssiegel als amtliches Gemeindesiegel, bis zur Eingemeindung am 1. Juli 1972.

 

Im Rahmen der Gebietsreform wurde Kornburg in die Stadt Nürnberg eingegliedert. Bis zum Jahre 1792 setzte das Gebiet um Kornburg aus verschiedenen Herrschaften und Pflegeämter zusammen. Die sogenannte alte Landschaft zwischen der freien Reichsstadt Nürnberg und der Markgrafenschaft Ansbach gab öfters Anlass zu kriegerischen Auseinandersetzungen. 1797 erfolgte jedoch die neue Gebietseinteilung mit der Gerichts- und Ämterorganisation und kurzen Übergang zum Königreich Preußen durch die Brandenburger. Am 1. Oktober 1808 beginnt jedoch endgültig die Bayerische Zeit mit den Landgerichten und seit 1862 dann mit dem Bezirksamt Schwabach des späteren Landkreises.

Ansicht des Kornburger Schlosses

 

 

und eine weitere Ansicht des Schlosses,

in dem heute eine Praxis für physikalische Therapie

und Ferienwohnungen vorhanden sind.

 

 

(Diese beiden Bilder wurden  von Herrn Alfred Kraus, dem Inhaber des Kornburger Schlosse aus der Homepage des Kornburger Schlosses www.schloss-kornburg.de zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich!)

 

 

Unweit des Kornburger Schlosses befand sich die alte Schenkstatt (zum Roten Roß) der ehemalige "Pauhof" als Sitz des kaiserlichen Maiers der älteste Punkt von Kornburg.

Die Gaststätte wurde 1959 wegen Baufälligkeit abgerissen. Die St. Nikolaus-Kirche hatte neben dem Schloss die größte Bedeutung mit ihrem großen Pfarrsprengel bis Reichelsdorf und Röthenbach St.W. 1345 bestand bereits die St. Nikolaus Kapelle, gestiftet von der Gräfin Anna von Nassau und gehörte zur Pfarrei Altdorf. Später wurde die gotische St. Nikolaus Kirche mit den 4 Ecktürmchen am Turm erstellt. Durch den 30-jährigen Krieg wurde jedoch das Bauwerk zerstört. Um 1740 wurde die Kirche in ihrer jetzigen Gestalt als typische Markgrafenkirche wieder aufgebaut. Ein weiteres Bauwerk ist das Kornburger Pfarrhaus als alter fränkischer Bauernhof  noch heute erhalten. Pfarrer Gottlieb Geiß gründete 1958 in der großen Pfarrscheune das reich ausgestattete Kornburger Heimatmuseum.

1974 konnte das Heimatmuseum nach einer Renovierung wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die Chronik

Einzelheiten von der reichen Geschichte des Marktes:

Ebenso sein Vorgänger Pfarrer Wich, der den Kornburger Kindergarten im Jahre 1911 gründete und die Geschichte Kornburgs erstmals erforschte. 1973 wurde der neue Kindergarten am alten Gebäude errichtet. Die St. Nikolaus Kirche hat mit der kat. Kirche "Königin Maria" im Jahre 1959 eine Schwester erhalten, welche am Ortseingang mit ihrem mächtigen Turm das Ortsbild verschönert. Pfarrer Johann Zinner konnte mit seiner katholischen Gemeinde bereits das Jubiläum der Pfarrererhebung im Jahre 1979 von der Kuratie feiern.

 

Das Kornburger Heimatmuseum 

 

(Diese Bild wurde freundlicherweise von der Evangelischen Kirchengemeinde Kornburg aus deren Homepage zur Verfügung gestellt.

Dafür ganz herzlichen Dank! www.evang.kornburg.com )

)

 

Viele historische Bauten hat Kornburg zu verzeichnen, das Rathaus als ehemaliges Müller-Varget`sche Freihaus beherbergte seit 1885 die Schulräume. Kornburg hatte eine der ältesten Landschulen. Seit August 1970 wird das Rathaus als Gemeindezentrum mit Apotheke und Arztpraxen genützt.

Die aufwärtsstrebende Gemeinde erweiterte ihr Siedlungsgebiet und erhielt die Wasserversorgung und den zentralen Abwasserkanal durch die Zweckverbände im Schwarzachtal. Ein Schulhaus wurde im Jahre 1963 am Ortsrand von Kornburg erstellt, welches durch einen Erweiterungsbau mit Turnhalle im Jahre 1976 seiner Bestimmung übergeben wurde.

Bereits im Jahre 1971 wurde in vielen freiwilligen Arbeitsstunden das Sportheim unseres Turn- und Sportvereines erstellt. Die 4 Bundeskegelbahnen mit der Gymnastikhalle konnte ein Jahr später, 1972, mit dem erstem Pokalturnier, eingeweiht werden.

Geprägt durch seine Geschichte und das rege Vereinsleben bewahrt der Ortsteil Kornburg in der Großstadt Nürnberg seine Eigenständigkeit und Eigenheit inmitten des Naherholungsgebietes zwischen Nürnberg und Schwabach.

 

Diese Chronik von Kornburg entstammt der Festschrift des TSV Kornburg anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums.

Verfasser ist Wolfgang Dinkler

 

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Kurzfassung der Kornburger Geschichte:

 

Diese Kurzfassung der Kornburger Geschichte entstammt der Homepage der Familie Bernhard und Anja Keil aus Kornburg, der ich herzlich für die Genehmigung zur Darstellung in meiner Homepage danke, ebenso wie für einige namentlich gekennzeichnete Bilder. (www.diekeils.de)

1236

Erste urkundliche Erwähnung als Sitz des Reichsministerialen 'Chunradus de Chvrenburg

1288

Bau des Kornburger Wasserschlosses

1347

Erstmalige Erwähnung Kornburgs als Gerichtssitz

1364

Verleihung der Marktrechte

1388

Zerstörung des Kornburger Schlosses im Städtekrieg

1449

Zerstörung des Kornburger Schlosses im Ersten Markgrafenkrieg

1552

Zerstörung des Kornburger Schlosses im Zweiten Markgrafenkrieg

1632

Kornburg und das Schloss wird im 30-jährigen Krieg erheblich zerstört

1792

Übergang Kornburgs an Preußen (!)

1806

Kornburg gehört nun zu Bayern

1972

Eingemeindung nach Nürnberg

 

 

 

Ev. St. Nikolaus-Kirche in Kornburg

 

(Diese Bild wurde mir von der Evangelischen Kirchengemeinde Kornburg aus deren Homepage zur Verfügung gestellt.

Dafür bedanke ich mich sehr herzlich.)

 

(www.evang.kornburg.com

 

Wie kommt man nach Kornburg?

 

 

So kommen Sie in den Nürnberger Stadtteil Kornburg

 

Aus Richtung Frankfurt (A3)

Ausfahrt AK Fürth/Erlangen   in Richtung Nürnberg/Fürth          12 km

Ausfahrt München/Heilbronn   in Richtung München/Heilbronn 6 km

Ausfahrt Zollhaus/Kornburg   in Richtung Kornburg St2400         5 km

                 

Aus Richtung Berlin (A9)

Ausfahrt AK Nürnberg/Ost     in Richtung A6 Heilbronn            2 km

Ausfahrt Nürnberg/Hafen/Fürth in Richtung Fürth                    1 km

Ausfahrt Zollhaus/Kornburg   in Richtung Kornburg St2400         5 km

                 

Aus Richtung München (A9)

Ausfahrt AK Feucht           in Richtung Nürnberg/Hafen/Fürth     5 km

Ausfahrt Zollhaus/Kornburg   in Richtung Kornburg St2400         5 km

Am Ortseingang Kornburg fahren Sie weiter geradeaus und folgen der gewundenen Kornburger Hauptstraße (bis hin zu Ortsmitte.

Aus Richtung Heilbronn (A6)

Ausfahrt Roth                in Richtung Wendelstein       1 km

Ausfahrt Wendelstein         in Richtung Wendelstein       4 km

1. Ampel links Ausfahrt Wendelstein in Richtung Nürnberg/Kornburg/Wendelstein 1 km

 

Dieses bild wurde mir dankenswerterweise von der Kornburger Familie Anja und Bernhard Keil zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich. Siehe auch: www.diekeils.de)

 

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